Mittwoch, 27. August 2014

Woche 9 -- jetzt mit mehr Tomaten!

Es gibt mehr Tomaten, jetzt auch lange spitze, die noch etwas grün sind -- aber vielleicht ist das auch Absicht? Jedenfalls habe ich sie mal im Gemüsekorb gelassen, statt sie in den Kühlschrank zu stecken, falls sie noch etwas nachreifen wollen.

Die kommen am Sonntag in den Caprese-Salat. Meine beste Freundin hat nämlich am Sonntag Geburtstag und wünscht sich Caprese-Salat und valkosipuliperunoita mit Grillfleisch und/oder -würstchen. Mein Türke um die Ecke hat leider zur Zeit wegen Urlaub zu, sonst würde ich Lammswürstchen verschaffen; mal sehen, ob ich die irgendwoher sourcen kann. Und das wichtige sind die valkosipuliperunoita -- und perunoita sind nun wirklich genug da!

Das ist finnischer Kartoffelgratin, wörtlich 'Knoblauchkartoffeln', eines meiner ältesten Rezepte -- das habe ich 1992 in Helsinki gelernt. Große Gratinkartoffeln schälen und sehr dünn in scheiben schneiden, in einer Gratinform geduldig aufschichten, mit Salz und Pfeffer und großzügig Knoblauch immer wieder würzen; wenn man 2 Finger breit unterm Rand angekommen ist, eine Packung Schlagsahne drübergießen, und wie üblich für eine Stunde bei 180° in den Ofen tun. Man schichtet halt ziemlich lange dran, weil die einzelnen Scheiben richtig schön dünn sein müssen, aber es ist sehr lecker, und als Geburtstagsessen für meine beste Freundin lohnt sich das allemal!

Als Nachtisch denke ich an gefrorene Beeren mit Joghurt -- gemischte Tiefkühlbeeren mit leicht gesüßtem Joghurt verrühren und eine Weile in den Kühlschrank stellen, damit die Kälte aus den Beeren sachte in den Joghurt wandern kann und ihn anfriert. Die Idee habe ich die Tage im Internet gesehen (allerdings mit Veganjoghurt, aber das muß ja nicht sein), und das will ich doch ausprobieren...

Dienstag, 26. August 2014

Wieder anderer Leuts Zufallsgemüse

Zufallsgemüse meiner Schwester
Angeregt von meinem wöchentlichen Bericht hat sich meine Schwester jetzt auch eine Überraschunstüte vom örtlichen Bio-Lieferanten kommen lassen, und die kann sich echt sehen lassen.

Für 15 €uronen, ganz ohne Haidhausener Spezlwirtschaft, hat sie außer dem Gemüse noch 6 Eier bekommen sowie Pfirsiche, Mirabellen und Reneclauden (rechts) und eine große Tüte schöne dicke Kartoffeln (links), von denen sie allerdings nur eine ausgepackt hat.

Da ist wirklich was geboten. Zufallsgemüse lohnt sich!

Freitag, 22. August 2014

Tomaten-Rührei


Und dann habe ich, statt etwas Spezielles zu kochen, die von unten angematschte spezialgelagerte Sondertomate einfach nur in Olivenöl angebraten und dann ein paar Eier reingerührt, und mit Toast gefrühstückt.

Mittwoch, 20. August 2014

Anderer Leuts Zufallsgemüse


Meine Online-Freundin Saphyria aus Arkansas hat gerade von ihrer Mutter dieses zufällige Gemüse bekommen.

Die gelblichen Dinger sind 'Squash' -- das ist irgendein Kürbisverwandter, den wir hier eher nicht haben. Oder er ist mir noch nicht begegnen. Aber die haben da sowieso teilweise anderes Obst oder Gemüse -- da gibt es mysteriöse Nicht!Trauben names Muscadines, beispielsweise. Die sind angeblich extrem köstlich; aber hierzulande wurden sie noch nie gesichtet.

Woche 8 -- jetzt gibt es Tomaten und Mais!
Okay, es gibt eine Tomate -- aber groß, und interessant gefärbt. Leider ist sie von unten schon aufgeplatzt, also nicht mehr so gut für Salat oder zum Rohessen. Ich werde da Tomatensuppe à la Oma Emmi draus kochen, wie sie mir das letztes Wochenende da in Franken erklärt hat: Zwiebeln in Butter anbraten, dann die Tomate in Stücken rein, mit Pfeffer und Salz kochen (vielleicht ein bißchen Brühe dazu), dann pürieren. "Zwiebeln in Butter anbraten" scheint dort der Anfang für eine ganze Reihe von Rezepten zu sein.

Island in der Küche!
Außerdem habe ich jetzt noch viel mehr Island in der Küche -- und nicht in der Form von dem berüchtigten Schafskopf, mit dem meine Schwester sich und ihrer Family in Selfoss die Kante gegeben hat, sondern als ein hübsches Riesenposter vom Weg zum Oxarárfoss. Das Poster, das ich vorher dort hatte, war zwar auch groß, aber im Vergleich zur Wand ein bißchen fipsig und kleinteilig. Das kommt jetzt an einen Ort, wo man die Details auch schätzen kann, wenn man direkt daneben sitzt...

Dienstag, 19. August 2014

Woche 6 -- lila Ausgabe
Schon wieder war es viel Salat, aber nicht mehr so brutal viel. Den lila Blumenkohl und die kleineren der Kartoffeln (mit viel Salz in der Schale gekocht) gab es am Sonntag zu frischem, gegrilltem Lachs -- ganz simpel, sehr lecker.

Woche 7 fiel aus, weil ich nicht da war und mir meine Kollegen streng verboten hatten, Gemüse mitzubringen; sie hätten doch so viel aus Omas Garten. Und besagte Oma Emmi hat auch ein ganz bemerkenswertes Gemüse gekocht, zartgrün und blättrig, sehr mild und buttrig, von dem ich gar nicht wußte, was es sein sollte. Ich wurde dann aufgeklärt, es sei Wirsing -- den müsse man zuerst in kochendem Wasser blanchieren, um den typischen Geschmack abzumildern, dann hat sie Zwiebeln in Butter angebraten und den kleingeschnittenen Wirsing mit Salz und Pfeffer darin dünsten lassen. Das Gemüse war eine Offenbarung!! Wenn meine Kiste mal Wirsing liefert, mache ich das auch, und mache Bilder von dem Resultat.
Woche 5 -- meine Gemüsekiste meint es gut mit mir
Diese Woche gab es Bohnen; die habe ich aber nicht einzeln verarbeitet, sondern in verschiedenem Mischgemüse. Auch ansonsten war das Zufallsgemüse in der Woche ausgesprochen großzügig. Vor der Flut der roten Beete habe ich schließlich kapituliert, und meinen Kollegen eine Tasche voll mitgegeben.

Die fortgesetzten Massen an Salat führten dazu, dass ich fast jeden Abend Salat gegessen habe. Mein Salat für Faulischlümpfe geht folgendermaßen: Salatblätter waschen und in Streifen schneiden (ich HASSE es, wenn man diese Riesenblätter kunstvoll auf dem Teller falten muss, um sie ohne Unfall in den Mund zu kriegen; ich will essen, und kein Origami machen!) etwas Salz dazu, dann eine Packung beliebiger Krabbensalat vom Discounter, etwas Milch, alles verrühren, lecker.-
Woche 4 der Saison 2014 -- Salatüberdosis!
Weil morgen wohl das neue Zufallsgemüse kommt, versuche ich jetzt, die bisherigen Lieferungen auf einen Ruck wegzubloggen, um von dann an live weiterzumachen.

In dieser Woche wurde ich a) mit Massen von Salat (all das Dunkle im Hintergrund is Salat!!) und b) mit 3 Zucchini beglückt, und weil meine beste Freundin Zucchini ganz schrecklich findet, konnte ich die nicht für ein 'gutes' Sonntagsesse hernehmen. Also landeten sie im Kreta-Auflauf, und der geht so: zufälliges Gemüse, wo Zwiebeln oder Lauch sowie Kartoffeln dabei sein sollten sowie Zucchini oder Auberginen oder sonst irgendwas Mediterranes, füllt man in eine feuerfeste Form, würzt mit Salz und Pfeffer sowie mediterranen Kräutern (bei mir frisch vom Blakon), dann ein paar schwarze Oliven drüber, reichlich Olivenöl, und fein gewürfelter generischer Feta oben drauf.


Wie bei jedem Auflauf bei 180° für gut eine Stunde in den Ofen. Passt zu Fisch odder Hähnchen -- da besonders ausgebeinten Hähnchenbeinen, gefüllt mit Spinat-Knoblauch-Feta-Masse und ebenfalls so lange im Ofen gebraten; man kann beides gleichzeitig machen und zusammen halt etwas länger garen lassen. Das habe ich aber diesmal nicht gemacht, denn das ausbeinen der Hühnerfüße ist aufwendig!


Zufallskekse


Nicht nur Gemüse kommt hier zufällig in einer Kiste an (die nächste Lieferung ist morgen fällig, nachdem ich eine Woche aussetzen musste, weil ich übers Wochenende weg war), heute kam auch diese Kiste, die gerade von meinem kleinen schwarzen Kater neugierig beäugt wird.


Es war ein Carepaket voller Kekse!! Ich wußte zwar, dass ich theoretisch eins kriegen sollte, aber so ein großes! Mit so vielen Keksen! Nun ja, die Hälfte ist für meine beste Freundin und ihre Kolleginnen, aber trotzdem.

In der Tasse ist Chai-Tee, und die Aufschrift lautet 'Haithabu' in Wikinger-Runen. Nur falls sich einer wundert.-


Lust bekommen?

Solche Zufallsgemüsekisten sind natürlich streng regional; wenn Ihr auch Zufallsgemüse haben wollt, fragt ihr Tante Google nach Biokiste + [euer Wohnort] oder Ökokiste [euer Wohnort].

Habe das eben für meine Schwester getestet; bei 'Biokiste' kommen die besseren Ergebnisse, aber das kann je nach Region unterschiedlich sein.
Woche 3 -- mit extra Mangold! Rote Beete gibt es immer reichlich.
Und wieder viele rote Beete! Möhren waren auch reichlich, also habe ich Möhreneintopf gemacht; das ist ein Rezept meiner besten Freundin. Zwiebeln anbraten, Gut geschrubbte und gewürfelte (aber nicht geschälte) Möhren und Kartoffeln dazu, mit Salz und reichlich Delikata-Gewürz aus dem Reformhaus (das ist die Geheimzutat!) würzen und dann mit kochendem Wasser und etwas Gemüsebrüh-Pulver (der guten hefefreien) angießen. Die Brühe muß würzig sein; zur Not etwas dazusalzen. 20 Minuten kochen lassen. Traditionell wird bei meiner besten Freundin dann Würstchen reingeschnibbelt; ich nehme rohe Bratwurst und lasse sie nur noch ziehen, nicht kochen! Dann reichlich Petersilie dazu (aus dem Tiefkühl, odder frische, wenn das Zufallsgemüse welche geliefert hat) und gleich auftischen. Wenn man statt der Würstchen schon zu Anfang (in der Phase mit dem Wasser und der Gemüsebrühe) ein paar Handvoll grobe Sojafleischschnetzel dazugibt, dann wird das Gericht sogar vegan, außer, man hat zum Anbraten der Zwiebeln Butter verwendet statt gewöhnlichem Rapsöl.
Woche 2 des Zufallsgemüses -- es gibt jetzt auch Kartoffeln!
Wieder einige rote Beete, und dazu jetzt auch Kartoffeln -- die waren letztes Jahr selten, aber letztes Jahr habe ich das Zufallsgemüse auch erst ab Herbst bis Ende der Saison bekommen, da waren dauernd Kürbisse dabei.

Die roten Beete waren ohne Blätter; die sind auch leider nicht nochmal gekommen. Aus der Kombination rote Beete + Kartoffeln habe ich dann meinen Lieblingsauflauf aus meinem Lieblings-Grillbuch gemacht, am Sonntag, als meine beste Freundin zum kochen und Filme gucken vorbei kam. Dazu schichtet man im Grunde Kartoffeln und rote Beete abwechselnd in Scheiben in einer Form auf (mit etwas Salz und Pfeffer), darüber dann eine Schicht Bechamelsoße, darauf Ziegenkäse oder Pecorino (oder was immer ich an Nichtkuhmilchkäse beim Bioladen um die Ecke erwische, kurz bevor die am Abend zumachen -- ich bin in Bayern, da ist um Acht Schluß mit Einkaufen), und das ganze bei ca. 160° für ca. eine Stunde in den Ofen, was eh die Methode bei eigentlich allen Aufläufen ist. Dazu gegrilltes Fleisch, und Salat.
Die erste Lieferung Zufallsgmüse im Sommer 2014 -- mit gelben Zucchini!
Jeden Sommer liefert der Biobauer, mit dem jetzt die Silberschmiedin zusammen ist, die früher ihre Werkstatt im zweiten Hinterhof der leider abgerissenen/kernsanierten alten Häuser nebenan hatte, Biokisten an Leute, die er kennt. Die kosten 10 Euro pro Woche und gibt es wirklich nur, wenn man ihn kennt -- aber der alte Freund und langjährige Nachbar, der unter mir wohnt und sein Büro hat (Grafikbüro und Hausverwaltungen -- fragt nicht!), kennt jeden im Viertel, also auch den Freund der Silberschmiedin, und so bekomme ich auch pro Saison jede Woche eine sagenhaft günstige Kiste voll mit Massen an Bio-Gemüse, was halt zufällig gerade da ist. Bislang habe ich die Bilder immer getwittert (mache ich auch noch weiter) und per WhatsApp an meine Schwester (vom Islandfankochbuch) gschickt, aber ich kann mein Zufallsgemüse auch verbloggen. Nein, ich bin keine Zeitreisende aus Dresden 1984, ich lebe in München-Haidhausen, und es ist 2014. Haidhausen ist halt so.

Bei dieser Lieferung war das Grünzeug an den roten Beeten das Interessanteste; ich habe mich schlau gemacht, festgestellt, dass man das Zeug durchaus essen kann, und es dann so zubereitet, wie ich das mit Spinat oder Mangold mache: mit Zwiebeln und Knoblauch in O-Öl angedünstet, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit Deckel drauf in der Pfanne dünsten lassen. Dazu gebackene Kartoffeln (die ich schnöde in der Mikrowelle nuke, statt sie kunstvoll in Alufolie im Ofen zu backen). Das Gemüse hatte eine köstliche rote Soße, die in die mehlig-weiß zerbröselnden Kartoffeln wunderschön einzog. Früher mochte ich keine rote Beete, aber seit ich letztes Jahr im Krankenhaus fast ausgeblutet bin (fragt nicht!) und mit übelstem Eisenmangel heimkam, liebe ich das Zeug.

Und nein, ich bin kein Vegetarier -- ich mache auch gerne Tandoori-Leber à la Janice Poon. Aber ich mag halt besonders gerne Gemüse...