Dienstag, 19. August 2014

Die erste Lieferung Zufallsgmüse im Sommer 2014 -- mit gelben Zucchini!
Jeden Sommer liefert der Biobauer, mit dem jetzt die Silberschmiedin zusammen ist, die früher ihre Werkstatt im zweiten Hinterhof der leider abgerissenen/kernsanierten alten Häuser nebenan hatte, Biokisten an Leute, die er kennt. Die kosten 10 Euro pro Woche und gibt es wirklich nur, wenn man ihn kennt -- aber der alte Freund und langjährige Nachbar, der unter mir wohnt und sein Büro hat (Grafikbüro und Hausverwaltungen -- fragt nicht!), kennt jeden im Viertel, also auch den Freund der Silberschmiedin, und so bekomme ich auch pro Saison jede Woche eine sagenhaft günstige Kiste voll mit Massen an Bio-Gemüse, was halt zufällig gerade da ist. Bislang habe ich die Bilder immer getwittert (mache ich auch noch weiter) und per WhatsApp an meine Schwester (vom Islandfankochbuch) gschickt, aber ich kann mein Zufallsgemüse auch verbloggen. Nein, ich bin keine Zeitreisende aus Dresden 1984, ich lebe in München-Haidhausen, und es ist 2014. Haidhausen ist halt so.

Bei dieser Lieferung war das Grünzeug an den roten Beeten das Interessanteste; ich habe mich schlau gemacht, festgestellt, dass man das Zeug durchaus essen kann, und es dann so zubereitet, wie ich das mit Spinat oder Mangold mache: mit Zwiebeln und Knoblauch in O-Öl angedünstet, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit Deckel drauf in der Pfanne dünsten lassen. Dazu gebackene Kartoffeln (die ich schnöde in der Mikrowelle nuke, statt sie kunstvoll in Alufolie im Ofen zu backen). Das Gemüse hatte eine köstliche rote Soße, die in die mehlig-weiß zerbröselnden Kartoffeln wunderschön einzog. Früher mochte ich keine rote Beete, aber seit ich letztes Jahr im Krankenhaus fast ausgeblutet bin (fragt nicht!) und mit übelstem Eisenmangel heimkam, liebe ich das Zeug.

Und nein, ich bin kein Vegetarier -- ich mache auch gerne Tandoori-Leber à la Janice Poon. Aber ich mag halt besonders gerne Gemüse...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen